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in Redwitz eröffnet
Hospizappartement
in Redwitz eröffnet

Bei
der Eröffnung waren anwesend (von links nach rechts): Pfarrer Till Roth; Dekan Michael Schüpferling;
Marianne Schreiber, Zawidski, Dr. Inge Atzpodien, Vorstandsmitglieder des
Hospizvereins Lichtenfels; Horst Schneider, Bayerischer Hospiz- und
Palliativverband; Barbara Popp-Heimerl, Vorsitzende Hospizverein Lichtenfels; Günther
Kohles, Zweiter Bürgermeister Redwitz; Rudolf Schober, Vorsitzender AWO
Bezirksverband Ober- und Mittelfranken; Günter Friedlein, Dritter Bürgermeister
Redwitz; Josef Zipfel, Hausarzt; Dr. Steffen Coburger, Einrichtungsleiter; Jutta
Ostrow, Pflegedienstleiterin; Thoma Krasa, Palliativ Care Pflegefachkraft; Petra
Mahr, Mitglied der Geschäftsführung AWO Bezirksverband; Dr. Thoma Beyer, AWO
Landesvorsitzender Bayern, Helmut Fischer, Stellvertretender Landrat; Christian
Mrosek, Erster Bürgermeister Redwitz
Im Dezember 2011 wurde das
Hospizappartement für den Landkreis Lichtenfels im AWO Alten- und Pflegeheim
Redwitz offiziell seiner Bestimmung übergeben. Einrichtungsleiter Dr. Steffen
Coburger begrüßte zur Eröffnungsveranstaltung eine Vielzahl von Persönlichkeiten
des öffentlichen Lebens, die zum Teil die Umsetzung des Projektes begleiteten
und engagiert in vielfältiger Weise unterstützten.
Das Hospizappartement stellt eine gemeinschaftliche Initiative des Pflegeheims
mit dem Hospizverein Lichtenfels dar, mit der die Intention verfolgt wird,
schwerstkranken Menschen aus dem Landkreis Lichtenfels, die sich im Endstadium
des Lebens befinden, eine bedarfsgerechte palliative Pflege und Betreuung zu
bieten. Zur Umsetzung findet eine enge, an den Wünschen der Betroffenen
ausgerichtete Kooperation zwischen den Pflege- und therapeutischen Fachkräften
der Einrichtung, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Hospizvereins,
den Haus- und Fachärzten, dem Team der Spezialisierten Ambulanten
Palliativversorgung Bamberg, den Seelsorgern sowie den Angehörigen statt.. Bei
diesem Appartement handele es sich um eine finanziell günstige und
unkomplizierte Variante stationärer Hospizversorgung, da bereits vorhandene,
bewährte Strukturen und Kompetenzen der stationären Altenhilfeeinrichtung
genutzt werden können, so Coburger.
Die Vorsitzende des Hospizvereines,
Barbara Popp-Heimerl, erläuterte, dass sich die Zielperspektive der
Hospizarbeit, ein Sterben in der gewohnten Umgebung zu Hause zu ermöglichen,
leider nicht in jedem Fall verwirklichen. Der Hospizverein Lichtenfels betreut
zunehmend Menschen, die keine nahen Angehörigen mehr haben oder deren familiäre
Situation sich so gestaltet, dass eine Betreuung zu Hause nicht möglich oder
nicht sinnvoll ist. Zudem brachte die Einführung der DRG in den Kliniken mit
sich, dass die Patienten immer schneller die Krankenhäuser verlassen müssen.
Menschen, die unmittelbar vor dem Tod stehen und deren weitere Versorgung
ungesichert ist, kommen dadurch sehr schnell in eine Notsituation. Der Möglichkeit
der Aufnahme in ein stationäres Hospiz steht oft die weite Entfernung einer
solchen Einrichtung vom Heimatort entgegen. Hier soll das neu geschaffene
Hospizappartement in Redwitz Hilfestellung in der Region bieten. Da dieses
Hospizappartement nicht den gesamten Bedarf decken kann, muss die Aufnahme nach
bestimmten Kriterien vollzogen werden, um sicherzustellen, dass dort geholfen
wird, wo es am nötigsten ist, so Popp-Heimerl.
Popp-Heimerl
dankte allen, die mit Spenden zur Verwirklichung des Vorhabens beigetragen
haben, so insbesondere die Koinor-Horst-Müller-Stiftung sowie die Sparkasse
Coburg-Lichtenfels.
Stellvertretender Landrat Helmut Fischer freute sich über das
bedarfsgerechte Angebot eines Hospizappartements im Landkreis Lichtenfels und
dankte allen Beteiligten für ihr wertvolles Engagement.
AWO Landesvorsitzender Dr. Thomas Beyer würdigte während seines Grußwortes
ebenso die Initiative als wichtigen regionalen Beitrag für eine
bedarfsgerechtere Betreuung sterbender Menschen, zumal in Bayern lediglich 132
Betten in 13 stationären Hospizen zur Verfügung ständen. Es erfülle ihn mit
Stolz, dass eine Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt dieses Appartement im
Landkreis Lichtenfels betreibe, so Beyer.
Rudolf Schober, Vorsitzender des AWO Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken,
Träger des AWO Pflegeheims in Redwitz, betonte, den herausragenden Stellenwert
der Unterstützung der Hospizarbeit durch die Arbeiterwohlfahrt. Dies zeige sich
in speziellen Ausbildungsangeboten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
nicht zuletzt in einer Kultur des menschenwürdigen Abschiednehmens in den AWO
Alten- und Pflegeheimen.
Abschließend besichtigten die Anwesenden das Hospizappartement, wobei Dekan
Michael Schüpferling und Pfarrer Till Roth die Segnung der Räumlichkeiten
vornahmen.
Das Hospizappartement besteht aus einem hellen, ansprechend gestalteten Wohn-
und Schlafraum mit Balkon zur Südseite und ist mit modernem Pflegemobiliar
alten- und
behindertengerecht ausgestattet. Zudem sind ein Vorraum mit Garderobe sowie
Dusche und
WC vorhanden.
Für begleitende Personen bietet das Appartement zudem die Möglichkeit, sich
im
Appartement auszuruhen bzw. zu übernachten und mit Speisen und Getränke
versorgt zu
werden.
Grundsätzlich können sich alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger des
Landkreises Lichtenfels im Bedarfsfall jederzeit unter der Telefonnummer
09571/759393 an die Koordinationsfachkraft des Hospizvereins Lichtenfels wenden.
Dr. Steffen Coburger