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Sie sind hier: Dr. Wunibald Müller referiert
Vom gelassenen Umgang mit der Angst vor dem Tod
"Der
Gedanke an die eigene Endlichkeit kann das Leben bereichern."
Am 12.10.2011 referierte auf Einladung des Hospizvereins Dr. Wunibald Müller, der Leiter des Recollectio-Hauses in Münsterschwarzach, im Stadtschloss Lichtenfels vor ca. 100 interessierten Zuhörern über den "gelassenen Umgang mit der Angst vor dem Tod".
Immer wieder betonte er: "Die Leugnung der eigenen Endlichkeit, der Vergänglichkeit alles Lebendigen, bringt uns nicht weiter. Im Gegenteil: Die Folge dieser Verdrängung sind nicht selten seelische Nöte bis hin zu schweren seelischen Erkrankungen, z.B. Depressionen." Er plädiert dafür, den Tod konsequent vom Leben her zu betrachten, um auf diese Weise den Reichtum, die Kostbarkeit und die unvergleichliche Einmaligkeit der eigenen Existenz zu begreifen. "Betrachten Sie den Tod wie einen guten Freund, einen Begleiter, der stets in Ihrer Nähe ist. Sprechen Sie mit ihm wie mit einem Kameraden, dann verliert er einen großen Teil seines Schreckens!"
Immer wieder berecherte Dr. Müller seinen Vortrag durch Beispiele aus der Literatur, aber auch aus seiner eigenen Praxis als Psychotherapeut. Auf diese Weise galang es ihm, die Zuhörer in seine Gedanken mit hinein zu nehmen, so dass der Vortrag, der mit einer Meditation endete, zu einer wirklichen Bereicherung für die Anwesenden wurde.
Hubert Gehrlich